Als Kooperationsprojekt zwischen dem Archiv der Erzdiözese Salzburg und der Internationalen Stiftung Mozarteum wird derzeit der historische Bestand des 1841 gegründeten Dommusikvereins und Mozarteums erschlossen und digitalisiert. Der Verein spaltete sich 1880 in zwei Einrichtungen: den Dommusikverein (heute „Dommusik Salzburg“) und die Internationale Stiftung Mozarteum. Der bedeutende, bis dahin zusammengetragene Bibliotheksbestand wurde damals nach den Bedürfnissen der beiden Einrichtungen geteilt und befindet sich bis auf geringe Verluste heute teils in der Bibliotheca Mozartiana der Internationalen Stiftung Mozarteum, teils im Dommusikarchv des Archivs der Erzdiözese Salzburg.
Zu diesem Bestand gehören als bedeutendster Teil die weltweit größte Sammlung von Briefen Mozarts und seiner Familie sowie zahlreiche Musikautographen Wolfgang Amadé Mozarts. Während dieser Teil praktisch geschlossen in der Bibliotheca Mozartiana verwahrt wird, sind die übrigen Teile bis heute auf beide Institutionen verteilt.
In den Jahren 2014 bis 2021 wurde der sogenannte „Mozart Nachlass“ in RISM katalogisiert. Im Juli 2023 begann das vom FWF finanzierte Elise-Richter-Projekt Female Patronage and Agency in Music between 1760 and 1840, das sich mit den Sammlungen von mehreren Musikerinnen und Förderinnen der Musik, die sich im Dommusikverein und Mozarteum erhalten haben, beschäftigt. Leiterin dieses Projekts ist Eva Neumayr.