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Salzburg Staatsräthi
n v. Nissen. dς 29
t Dec. 1826.
Hochwohl
geb
Hochzuverehrende
Frau Staatsräthin!
Ihre verehrliche Zuschrift v. 9
t v. Mts.

wurde mir nach
Ddt.
gesandt woselbst ich mich als
Deputirter hiesiger Stadt beÿm
Landtage 
aufzuhalten habe, u. von wo aus ich nur dann &
wann auf kurze Zeit hieher ko
men kann. –
Wegen den Sie betroffenen so schmerzlichen Todesfall Ihres
2
ten h
ς Gemahls 
, bezeige ich Ihnen
m. aufrichtiges Beÿleid,
daß derselb seit einiger Zeit mit einer vollständigen
Biographie Mozarts beschäftigt war, schrieb er mir
noch kurz vor
s. Tode

, u. daß Sie mir den Verlag dieses
Werkes gütigst antragen ist mir ein neuer Beweiß Ihrer
Wohlgewogenheit & Freundschaft, allein der unglükliche
Versuch mit der zum Besten Ihrer hç.
Söhne herauszugebendς
Partitur des
Requiems, wozu sich nur 103
Subscript: gemeldet
haben, & worunter mehrere seÿn mögen für welche ich selbst
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am Ende den
Subscript: Preis zahlen werde müssen, hat mich
v:
allen ähnlichen Unternehmungen gleichsam abgeschrekt.
Es auf Ihre Kosten beÿ mir herauszugeben, ka
n ich Ihnen
auch nicht rathen, da ich nicht Buchhändler bin, u. ein solches
Werk
s. größten Absatz doch nur der Buchhandel erhalten kö
nte.
We
n Sie zu Behufe der
Mozartsch Biographie eine Abschrift
der cronologisch
ς geordneten Aufzählung
mir beka
nten
Mozartsch
ς vor dem
Feb. 1784 geschriebnen Werke zu besitzen
wünschen so steht Ihnen solche zu Diensten; ich glaube aber
daß sie im
Gerbersch Lexicon 
ziemlich vollständig ist. –
Ein
thematisches Verzeichniß dieser Werke, würde die
Biographie
selbst zu vol machen, u. eine derselbe[n] beÿzufügend[e] An=
zeige: daß solches sowohl als auch das v.
Feb: 1784 an in
m. Ver=
lags
hdlg öffentlich erschienen seÿen /: ersteres will ich nunmehr
auch herausgeben :/ würde als hinlänglich erscheinen.
Ohnerachtet
m. noch 2–3 Monate dauerndς Aufenthaltes in
Ddt.
belieben Sie Ihre Antwort mir hierher zu adreßiren. –
Die
Partitur des
Requiem’s ko
mt soeben in die Presse, & ich
bedauere nur daß der reine
Subscriptions Betrag so un=
beteutend ausfallen wird. –
Ihren hç
Söhne waren so gütig mir wegen
m. Herausgabe
des
Requiems sehr verbindlich abgefaßtes
Schr: an mich 
ergehen zu lassen, was ich, so wie ich Ihnen ein
Ex. deselben
übersenden ka
n beantworten & m. aufrichtiges Bedauern ausspre=
chen werde: daß der Erfolg der
Subscription m. Erwartungς
so wenig entsprochen hat.
Schließlich muß ich Sie noch recht sehr bitten sowohl wegen Ver=
spätung
m. Antwort als wegen
m. so unleserlichς Hand=
schrift um gütige Nachsicht bitten & & &
A.