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     Verehrte Frau!
Hochgeehrteste Frau Staatsräthinn!
                           Constanze Nissen=Mozart
     Die wohlwollende Aufnahme, welche
Sie mir bei meiner letzten, leider so
kurzen Anwesenheit in Ihrer schönen Stadt
zu Theil werden ließen, verpflichtet mich
zum wärmsten Dank gegen eine Frau,
welcher, als der Gattinn des unsterblichen
Mozart, ich von jeher die größte Verehrung
gezollt hatte, und welche auszusprechen ich
kürzlich so glücklich war. –
     Meines Versprechens eingedenk, erlaube
ich mir Ihnen beigeschlossen die Statuten
der hiesigen Mozartstiftung nebst Be-
schreibung des sie begründenden großen
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     Sängerfestes zu übersenden, u.
wünsche, daß Sie daraus mit Freude
vernehmen, wie man auch hier, wie
aller Orten, über den größten Ton-
dichter der Deutschen denkt u. ihn
durch großartige Stiftungen zu ehren
sucht. – Dieser Beschreibung des
Festes kann ich noch beifügen, daß die
Mozartstiftung im vorigen Sommer
1840. damit ins Leben getreten ist,
daß sich das vorgeschriebene Capital
zu dieser Zeit wirklich zusamengefunden,
u. das derfallsige Comité einen Schüler
in der Person eines jungen Musikers
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Namens Bott in Cassel ernannt
hat. – Hoffen wir, daß der beabsichtigte
Zweck erreicht u. dem unvergleichlichen
Mozart damit ein neues, für alle Zeiten
dauerndes Denkmal gestiftet werden wird.

     Ich schließe unter den aufrichtigsten
Wünschen für Ihr ferneres Wohl-
ergehen, und habe die Ehre, mich mit
der vollkomensten Hochachtung zu nennen

                  Ihr ergebenster Diener
                        Julius André

Frankfurt a/m. 23. Novemb.
                   1841.
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