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Lemberg den 6t Sept 1816
Geehrter
Herr!
Vorgestern habe ich endlich meine so lange erwarteten
Polonaisen beko
men,
und zu meiner nicht geringen Verwunderung gesehn, daß Sie die Bedingungen,
unter denen ich sie Ihnen überlassen, gänzlich vergessen haben müssen.
Da diese Kleinigkeit, in meinen Augen zu wenig Werth hatte, um dafür
ein
Honorar in Geld zu verlangen, so erbath ich mir 40
Exempl, und
durch ein Jahr | versteht sich von dem Tage daß ich sie werde beko
men
haben, gerechnet | den alleinigen Verkauf in Lemberg. Daß Sie mir
dieß alles zugesagt haben, beweist Ihr Geehrtes vom 18
t May 1814

, welches
ich noch in Händen habe. Nach zwey Jahren erhalte ich endlich statt 40 nur
7 Exm
ς und
Hς Pfaff bekö
mt mit der nehmlichen Sendung ebenfalls
6 Abdrucke. Diesem letztern war leicht abgeholfen, de
n ich kaufte sie gleich
auf, und ersuche Sie hiermit, mir das ausgelegte Geld wieder ersetzen zu wollen;
die mir dan noch zuko
menden 27
Exempl bitte ich Sie mir schleunigst,
und we
n es nicht anders seyn ka
n, auf meine Kosten zu schicken. In Erwartung
einer baldigen Antwort Ihr ergebenster
W A Mozart
25. Ex 1t Samlg drch Treg
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Lemberg
An Herrn
Herrn Breitkopf und Härtel
Musik-Verleger
in
Leipzig
1816. Lemberg
d. 6 Sept. Mozart
– 20. "
d. 21." resp. und No. 2632
drch Pfaff 40. Explien seiner Polonaisen gesdt