[S. 1]


Der Leopoldl ist gesund und schli
m! Salzb
ς: dς 13
tς Junii
Mit Vergnügς habe verno
mς, daß ihr glücklich zu Hause angelangt
seÿd.
S:
e Hochf
ς: Gnaden habς ihre Abreise bis Montag verschobς, da die
Gräfin Wallis, die mit ihrς 2 Söhnς auch mitgehς wird, bis dahin
eintreffς wird. Vom
Gilowskÿ ist keine Rede mehr, sondς
Schlauka
u Ankerbauer gehς mit, da
n Oberstküchenmeister,
u Peterman,
Benike u Rieger. In
Kuchl hat das Gewitter 5 Personς
unter dem Rosenkranz in dς Kürche erschlagς: und 2 Braut=
personς, die im Thürnberg warς und einς Kürzern aber ge=
fährlichς Weeg nehmς wolltς sind von einem Berg herabgestürzt.
gestern und vorgestern warς schwere Gewitter im Anzuge,
die glücklich mit, zwar sehr schwerς, aber schnurgeradς Regςgüssς vorüber
giengς.
Der
Friseur hat ein gläsl mit
weicher Pomade nach eurem
Anverlagς, wie er mir sagte, gebracht, dafür ich 12
x bezahlς
musste. die Perücke
Frisur werde schon pr 4
x bezahlς.
Zur
Hubernanerl habe also gleich geschickt: sie hat nicht mehr
als
12 neue Haubς zu machς, die fertig seÿn müssς, folglich
wird sie an dem, was sie für dich zu thun hat, so bald nicht
Hand anlegς könnς. die
Haube und den
Hut zu schickς wird auch
wohl meine Sache bleibς müssς, da sie keinς Schritt aus dem Hause
thun ka
n, weil sie zu viel eÿlige Arbeit hat. Es wäre über=
haupts besser gewesς, we
n du auch mir alles gesagt hättest,
was hinaus zu schickς ist. Dermahl weis nichts andςes als
den Hut, –
die Haube, – und das
anglois Kleid. –
und die
ClavierSeyte. – –
die
Pomade und ein
Geschmuckpürstel, das vermutlich dein
seÿn wird, bringt die Magd mit.
DOM=
MUSICK=VEREIN
U.
MOZARTEUM
INTERNATIONALE
STIFTUNG:
„MOZARTEUM”
1881
[S. 2]


Diesen Augenblick war die
Robini Lisl da, sie glaubte ihr
wäret noch hier, sie war da
n beÿm Leopoldl, wo ebς auch
die gute alte, eure neue Köchin, mit dem Kind spielte.
Sie empfehlt sich. ihr Brudς
ich nun auch zurück ko
mς
u wird im Herbst odς Fasching heurathς.
Heute Abend sind
General Joseph Collredo, Gr:
Wallis und
seine Frau und dς Sohn gr:
Rudolf angeko
mς.
Heut frühe den 14tς Junii.
Den
fleischkorb hätte die Magd leicht mit herein führς kö
nς:
allein, du wirst ihn vergessς habς, und die Tresel braucht ja
den Markkorb alle tage. – Ich habe die gewohnheit
mir auf ein langes Stück Papier, das i
mer beÿ meiner
Schreibereÿ liegt, alles zu notierς, was zu thun odς zu
schreibς habe, sonst würde unter so vielς sachς, ganz natürlich
auch manches vergessς. – ist es geschehς, so streiche ich es aus.
ich notiere es meistens nur in dς Geschwindigkeit mit
dem Bleÿsteften.
Der Leopoldl schickt euch viel 1000 Busserl! die Tresel
und Nandl Küssς die Hände, dς Heinrich empfehlt sich,
ich küsse euch von Herzς, grüsse die Kindς und bin ewig
euer redlicher Vatter Mozart
mp
Hier schicke dem
Carl eine Geige!
DOM=
MUSICK=VEREIN
U.
MOZARTEUM
INTERNATIONALE
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„MOZARTEUM”
1881
[S. 3]


[vacat]
[S. 4]


A Madame
Madame Sonenbourg
à
St: Gilgen
DOM=
MUSICK=VEREIN
U.
MOZARTEUM
INTERNATIONALE
STIFTUNG:
„MOZARTEUM”
1881