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     Monsieur mon tres cher amy

Berichte in Eyll, daß ich mit der allerersten Ri=
torno
=gelegenheit nach Augspurg komς werde. Sie
därfen also dero Herrn Brudern nichts an mich
mitgeben: den es kan sich fügen, daß ich ihn noch
auf dem Weege begegne. Die Bücher wird die meinige
[ihrem] hς: Brudern schon ablangen. Ich muß sie
[... (Textverlust)] es ansuchς. Ich gedenke zwar beÿ meiner
[Mutter] zu bleibς. Allein, wer weiß es, vieleicht
[kann sie m]ich nicht einmal itzt mehr Logirς, weill
nicht nur meine zweÿ Brüdς, sondς auch meine
zwo schwestern nunmehr verheyratet sind: so wird
ihr gewiß kein übriges Bett mehr zurück gebliebς seÿn,
als daß, so sie vor sich und etwa vor eine Magd hat.
vielleicht findς sie einς gutς freund der mich beÿ sich
unterkomς lässt. denn beÿ Tische werde ich keine Un=
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gelegenheit machen, in diesem Falle bin ich schon
addressirt. Ich könte auch im Kloster zu St:
Ulrich logiren, allein ich mag nicht. Es hat seine
Ursachς. lebς sie wohl, bis ich das verg[nügen habe]
sie zu sehς. addio ich bin
                                        dero Ergebς
                                          Leop: Mozart mp
Salzbς: dς 11 Septς:
                  1755

Sagen sie nicht viel noch von meiner Ankunft,
es ist wegς meiner Geschwistert zu thun, Sie
möchten mir sonst beÿ meiner Mutter den Handl
verderbς.
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[vacat]
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1755. dς 11. Septς. aus Salzburg, von
hς. Leopold Mozart.

Franco
Monsieur
Monsieur Lotter mon
tres cher amy


nebst dem Weisenrössl        Augspurg
in dem Lotterischς Buchladς
abzugebς