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Vienne ce 4
d' avril
#
Mon trés cher Pére! 1781.
diesmal muß ich ihnen ganz kurz schreiben, aber So
ntag
gehet
Brunetti zurück, und da werde ich ihnen schon mehr
schreiben kö
nen. – sie wollen wissen, was in Wie
n
mit uns – aber hofentlich Eigentlich – mit mir vorgehet –
de
n die beÿden andern zähle ich nicht zu mir. –
der Erz-
Ich habe ihnen schon lezthin geschrieben daß mir
dlr lrz=
bischof
bfocusi hier eine grosse hinderniß ist, de
n er ist
mir wenigstens 100 dukaten schade, die ich ganz
akademie Theater
gewis durch eine
Mccmdlafl In
tulmtlr machen
kö
nte – de
n die da
mes haben sich mir schon
selbst
angetragen,
Billieters auszutheilen. – gestern ka
n
ich wohl sagen, daß ich mit den Wie
ner Publikum
recht zufrieden war. – ich spiellte in der
accademie
der Witwen im kärtner thor Theater. – ich muste
wieder Neuerdings anfangen, weil des
applaudiren,
kein Ende war. – was glauben sie, we
n ich nun, da
mich das Publikum einmal ke
nt, eine
accademie für
mich gebe, was ich nicht da machen würde? – allein
Erzbischof
unser
lrzefaale erlaubt es nicht – will nicht
daß seine leut
profit haben sollen, sondern
schaden – doch dieß ka
n er beÿ mir nicht zu wegn
bringen; de
n we
n ich hier 2
scolaren habe, so stehe
ich besser als in Salzburg – ich brauch sein
logis
und seine kost nicht – nun hören sie; –
Brunetti
sagte heut beÿm Tisch, daß der
Arco ihm vom
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1881
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Erzbischof aus gesagt hätte,
er sollte uns sagen, daß
wir das
dilligence geld beko
men werden, und bis
So
ntag abreisen sollten; – übrigens wer noch bleiben
wolle,
O vernunft! kö
ne bleiben, doch müsse
er auf seine faust leben, er beko
me keine
Tafel und kein zi
mer mehr von ihm aus. –
Brunetti,
qui ne demande pas mieux, lekte
alle 10 finger darnach;
Ceccarelli der gerne hier
wäre, aber nicht so beka
nt hier ist, und den ge=
brauch nicht so weis wie ich, will
pousiren etwas
zu beko
men, wo nicht, so geht er in Gottes Namen.
de
n er hat keine
logis, und keine Tafel in ganz
Wie
n wo er nicht zahlen muß. – als man
mich fragte, was ich zu thun entschlossen wäre – ant=
wortete ich; –
ich ignorire noch bis dato daß
ich weg solle –
den bevor es mir graf Arco
nicht selbst sagt, so glaube ich es nicht – und ihm –
– werde ich mich dan schon entdecken. – schmecks.
Benecke war dabeÿ und schmutzelte; – O,
Erzbischof gewiß eine Nase
ich will dem
lrzbfocusi glwfo lfnl Nmol
drehen eine Freude
drluln, daß es
lfnl irlfdl seÿn soll –
Politesse, den
und mit der grösten
Psoftlool; –
dlnn
er kann mir nicht aus
lr kma afr nfcut mho; – genug, im
zukünftigen briefe, werde ich ihnen mehr da=
von schreiben kö
nen. – seÿen sie versichert,
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daß, we
n ich nicht recht gut
stehe, und meinen
vortheil nicht recht gut sehe – ich gewis nicht hier
bleibe. – we
n ich aber das haben ka
n, was
ziehen
soll ich nicht davon
profitiren? – sie
zfluln
unterdessen Besoldungen
hntlrdlooln 2
Blosedhngln und haben
mich aus dem Brodt
afcu mho dln Brsd. – bleib ich hier, so
versichere ich sie, daß ich ihnen bald werde
Geld nach Hause können
gled nmch umho schicken
ks"nnln. – ich
rede im Ernst, und wo nicht, so ko
me ich
zurück. – Nun
adieu – nächstens mehr und
alles. ich küsse ihn 1000mal die Hände, und
meine schwester umarme ich von herzen, und
hoffe sie wird wohl der Mad.
selle Hepp ge=
antwortet haben. –
Adieu. Ewig.
meine Complim an
alle – alle – Gehorsamste Sohn
alle – Wolfg Amadè Mozart
mp
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P: S: ich versichere sie, daß hier ein Herrlicher
ort ist – und für
mein Metier der beste ort
von der Welt. – das wird ihnen Jeder=
man sagen. – und ich bin gern hier, mithin
mache ich es mir auch nach meinen kräften zu Nutzn.
seÿen sie versichert, daß ich mein absehen nur
habe, so viel möglich geld zu gewi
nen; de
n
das ist nach der gesundheit das beste. –
an meine thorheiten denken sie nicht mehr, die
habe ich längstens von herzen bereut – mit
schaden wird man Witzig – und ich habe izt
als andere Gedancken.
Adieu –
nächstens mehr und alles.
Adieu.
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