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Bologna 8
Sept: 1770
Deinς Brief vom 24
augς: habe richtig erhaltς, so wie du meine Briefe
vom 21, 25,
augς: und 1
tς Septς: hoffentl: wirst empf
ς: habς.
Die Violinschule hat h
ς: Brinsechi noch nicht erhaltς, und ich wünschte, daß
noch
2, auf diese Art in einem Leinwadballς, odς beÿ Gelegenheit
des Ko
mendς Ander=Bozner Markt nach Botzς gebracht und einem
Bologneser Kaufman alda behändiget würde, der es alsda
n dem
hς: Brinsechi hier in
Bologna einlieferte: de
n h
ς: Brinsechi ko
mt
niemals nach
Bozen, aber andςe Kaufleute aus
Bologna.
Unterlasse nicht mir zu schreibς, ja umständlich zu schreibς was für
Geistl: Räthe in Salzb
ς: angelanget, und wie es mit diesen
Congress
gehet, und wo er gehaltς wird. kannst du es nicht schreibς, so bitte
den h
ς: Joha
nes hag
ς: odς h
ς: Joseph, daß er es schreibt.
Was du mir sonst geschriebς, darauf werde dir zu seiner Zeit ant=
wortς. bis itzt sind wir noch auf dem Lande, Gott Lob, gesund.
Ich habe nach Mayland geschriebς, um zu vernehmς ob unser wohnung
alda in Ordnung
ist, und gebettς, daß man solche besorgς solle, indem
wir
ein Monat eher eintreffς werdς, nämlich, längstens anfangs
octobris,
anstatt anfangs
Novembris: und da ich
Livorno nicht habe sehς kö
nς,
so werde von Mayland aus eine kleine Reise nach den
Boromæischς
Inseln machς, die nicht weit entfernt und sehenswürdig sind.
Sind an hς: otto in Frankfurt einige Bücher geschickt wordς? – –
Es ist die höchste Zeit. sind sie nicht geschickt wordς, und ist es
DOM=
MUSICK=VEREIN
U.
MOZARTEUM
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1881
[S. 2]


schon zu spät, daß h
ς: Wall[n]er eine
quantität wenigst von 15
Exς:
mitnehmς, odς vorausschickς ka[
n], so ist das sicherste Mittl
alsogleich an
hς: JoHann Jacob Lotter Buchdrucker und Musikver=
leger in augspurg ohnweit dem Voglthor wohnhaft zu schreibς, und ihm
zu
ordinierς, daß er alsogleich 24
Exς: an
hς: David Otto Organistς
zu den Baarfüssern, wohnhaft ohnweit dem Leonardsthor in Frankfort
am Maÿn absendς solle, damit solche in der Frankforter Messe noch
alda eintreffς. du wirst diesen Brief dς 15
tς empfangς;
du must also gleich den 17
tς schreibς, so empfengt h
ς: Lotter den Brief
den 19
tς; und kann gleich anstalt machς. Solltς aber bereits einige
Bücher, wie hoffe, nach Frankfort geschickt wordς seÿn; indem ich dir
geschriebς habe, daß es mich gewundert, daß du d[ic]h desswegς angefragt,
indem du aus dem Brief des h
ς: Otto und aus meiner hinterlassenς
specification gesehς, odς hättest sehς könnς, daß er alle empfangene
Bücher bezahlt hat, folglich von Neapl
[o]rdiniert, daß
man ihm einige schickς solle: sollten nun, sage ich, einige bereits
geschickt wordς seÿn; so ka
n man, dem h
ς: Wallner noch einige
6 Stς: odς so viel er
gleich mit nehmς ka
n, mit gebς. Ich ka
n nicht auf
alles denkς, und ich glaubete, daß ihr zu Hause dergleichς sachen
besorgς, daran denken, mich beÿ Zeitς eri
nern, und unser aller
interesse mit Eyfer besorgς solltet, da ihr wisst, wie viel Sachς ich
zu denkς habe; und
NB Frankfort ist einer dς besten ort.
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[S. 3]


In deinem nächstς Briefe gieb mir umständlich hierauf antwort,
damit ich dem h
ς: otto auch selbst schreibς und ihm von dς Anzahl
der
Exeς:, die man ihm schicket, odς geschicket hat nachricht gebς kann.
indem ihm ohnehin schreibς und ihn belehrς muß, daß er mir in
seiner letztς verrechnung noch 2
f schuldig gebliebς. Ich erwarte also
diese Antwort, wir kissς euch beyde 1000 mahl und bin dein alter
Leop Mozart
mp
An alle freunde und freundinς in und
ausser dem Hause unsere Empf
ς:
Damit ich nicht wider meine schuldigkeit fehle, so will ich ein
parr wort auch schreiben. ich bitte mir zu schreiben, in was für
bruder=
schaften ich bin, und mir selbige
darzu nothwendige gebetter zu
wissen zu machen. izt lese ich Just den
telemach, ich bin schon in
zweÿten theil. inz[w]ischen lebe wohl.
meinen handkus an
die mama.
Wolfgang Mozart mp
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[S. 4]


À Madame
Madame Marie Anne Mozart
à
par Mantova Salzbourg
N:o 39 aus Bologna.
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1881