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Lieber
Herr André,
es wäre ganz möglich, daß ich izt die Originalpartitur
des berühmten
Requiems meines
Mannes durch den
Anonymen, der es bestellte, erhalten könnte: sein
Commissionär hat mir aber von Funfzig Ducaten
gesprochen. Wollen Sie diese daran wenden? Oder
welches ist der
höchste Preis, den Sie daran wenden
wollen? Ich hatte bisher geglaubt, daß meine Copie
gut wäre; aber
ein Kenner hat mich versichert, daß sie
bey weitem nicht an die Vollkommenheit des Originals reicht.
Ich kann es izt nicht beurtheilen, aber wäre dieses
wahr, so verlohnte sichs freilich der Mühe, das
Original zu kaufen. Da mein
Mann das
Werk
nicht gänzlich geendigt hat, weil er darüber wegstarb,
als es bald fertig war, so kann ich nicht ganz gewiß
wissen, wie viel von seiner eignen Hand geschrieben ist.
Indessen sey es mehr oder weniger, so ist offenbar dieses
Exemplar, wovon die Rede ist, das allerauthentischste.
Ich hab die Ehre mit vieler hochachtung zu seyn Ihre
ergebenste Dienerinn
Constance Mozart
Verte
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ich bitte den
letzten Brief 
in Betreffe meines
Sohnes nur ja recht bald zu beantworten.
[S. 3]


[vacat]
[S. 4]


Wien 1800
d.
d. 9tn Febr.
d. 13. Febr.
Mozart. W.
Wien
An
den herrn Johann André,
Musikverleger
zu
Offenbach am Mayn