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Wien 22. Jan. 1800.
Höchstgeehrte
Herren,
ich habe Ihnen meinen Dank für das 5
te Heft

abzustatten, welches ich
zugleich mit mehrern Musicalien im Original nach Ihrem Frachtbriefe
vom 20. dec. v. J. richtig empfangen habe. Ich bin Ihnen auch für die
gütige Besorgung der von
Schramm & Kerstens gekommenen Sachen
ungemein verbunden.

Mehrerer Ordnung wegen will ich die von Ihnen mit erwähnter
Gelegenheit zurükerhaltenen Originalien hersezen, welche also in die
sämtlichen, die ich Ihnen im Anhang zu meinem
Briefe vom 30. Nov.
v. J. 
vor-recapitulirte, abgehen, nämlich:
1. der
Marsch, den ich Ihnen den
25. Febr. 1799. sandte,
2. sämtliche Lieder, die

25. März

3. ein Lied:
das Veilchen, das
25. Mai 
4. das
harmonicaquintett, das
8. Jul. 
und 5. die 4. Musiknumern

, die
11. Nov. 
Ich hatte gehoft, Ihrer Freundschaft bey dieser Gelegenheit auch
das 6
te Heft

verdanken zu können: es wird also noch nicht heraus seyn.
Sie scheinen es übersehen zu haben, daß Sie mir nicht das
zweyte Lied, das ich Ihnen den 25. Mai sandte:
das Trennungslied,
gesandt haben: dieses habe ich mir also noch mit den übrigen
Originalien zu erbitten.
Was die Sachen betrift, über welche wir noch im Handel
stehen,
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stehen, und die am Ende oberwähnten Anhangs zu meinem
Briefe
vom 30. Nov. v. J. 
angeführt sind, so kann ich mit Grund
annehmen, daß Sie mir sie abkaufen, weil Sie mir sie nicht
zurükgesandt und izt Zeit genug zur Ueberlegung gehabt
haben, indem sie Ihnen den 10. Oct., 18. Oct. und 30. November
v. J. zugesandt worden sind. Ich erbitte mir also von Ihrer
Gefälligkeit das von mir dafür verlangte Honorär
so bald als möglich, wobey Sie zugleich meine Rechnung in
meinem
Briefe vom 20. November 
zu beherzigen belieben.
Ich bitte, solche Punct für Punct für Sich durchzugehen:
was ich darin an bisher noch nicht bestimmten Forderungen
angeführt habe, und
wieder Ihre Ueberzeugung streitet,
will ich aus Achtung für Sie und zur Vermeidung der
Weitläuftigkeit wegfallen lassen.
Wieder meine
Ueberzeugung habe ich nichts berechnet, und sogar alles
gehörig zu documentiren geglaubt.
Es war doch in Ihrem lezten Pakken kein Brief an mich?
Ich habe nichts als eine kleine Notiz wegen des Rosa-Umschlags
gefunden.
Auf den ersten Punct

meines
Briefs vom 28stn vorigen
Monats 
brauche ich wohl nicht mehr mich zu beziehen?
Ich habe die Ehre mit ausgezeichneter Hochachtung zu seyn
Ew. hochedelgebohren
ergebenste dienerinn
Constance Mozart
[S. 3]


[vacat]
[S. 4]


Wien
An
die Herren Breitkopf und Härtel.
Leipzig
1800 Wien
22 Jan. M. Mozart.
–
4 Febr.