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No IA
Ich schreibe Ihnen nach Verabredung,
um Ihnen zu melden, daß es bey
unserm
Contract bleibt. So bald
H
ς. v. Wranizky mir nun Ihren
Schuldschein und seine Quitung für
den Empfang der Musicalien giebt,
lasse ich solche gleich verabfolgen.
Sie bekommen ausser der von
Ihnen notirten Anzahl noch einen
Pakken mit dem thematischen Verzeichniß

meines
Mannes, allerhand andern
Verzeichnissen und Notizen, 6. Arien, die
in die größern Werke meines Mannes gehören

,
3. andre Arien

, 1.
Canon, 1.
Fuge 
, und zwey
Texte zur
Bettulia liberata 
; so wie
auch den
Beweis, so gut ich ihn habe, wegen
der
Bettulia liberata selbst, mit
meiner Cession versehen

.
baron Jacobi
ist in London als Preussischer Gesandter.
[S. 2]


Den mir unterm 18. Dec.
v. J. gesandten Wechsel
auf 300 fl. habe ich empfangen, und werde noch
vor Abgang dieses briefs melden können, ob
er bezahlt worden ist. Alsdann habe ich
bis izt nichts zu fordern. Sie erzeigen mir
aber eine Gefälligkeit, wenn Sie mir
künftig die Wechsel, auf Sicht zahlbar,
schikken. Dies Mal habe ich lange 3. Wochen
warten müssen. #
# So eben ist der wechsel bezahlt worden.
Es thut mir leid, daß die gestochenen
Concerte noch nicht eingelaufen waren

; ich
hatte doch Ordre nach Ihrer Vorschrift

.
gegeben. Ich habe diese nun
d. 28. Dec. wiederholt

.
Sollte es wieder Vermuthen noch länger
anstehen, so kann ich Ihnen eine Anweisung
geben, wornach Sie Ihr Recht selbst
eintreiben können.
Wo und wann ich kann, werde ich
gewiß Ihnen alles von den übrigen Arbeiten
schaffen, was mich nichts kostet; Sie
finden auch schon einiges im Pakken. N. 16.
[S. 3]


zum Beweise dieses Sazes. Und ehestens
werde ich Ihnen wenigstens Anleitung
zu mehreren geben, das mir theils
abgeschlagen ist, und um das ich mich
zum Theil nicht bemühen kann. Sie
durch Ihre Connexionen

werden es vielleicht
und hoffentlich besser im Stande seyn.
Ich habe die Ehre mit aller
hochachtung zu seyn
Wien 8. Jan. 1800. Ihre ergebenste Dienerinn
Constance Mozart
Wenn es Ihnen gefällig ist, mir eine passende,
das will sagen, eine nach dem Preis der 211. Exem-
plare

verhältnißmäßige Vergütung dafür
zu thun, so können Sie nach inliegender
Anweisung noch eine kleine Anzahl
derselben Concerte,
ich glaube 30., an Sich bringen.

Wo nicht,
erbitte ich mir diese Anweisung gelegentlich zurük.
Das
Fragment einer vierhändigen Sonate, die, glaube
ich, in Ihrem Verzeichniß die lezte Nummer ausmacht,
ist nichts werth: die Sonate ist heraus.
Kö 357
[S. 4]


An
Herrn Johann André,
Musikverleger
in
Offenbach am Mayn