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Botzς dς 28
tς octobς 1772
Sind wir nicht schon erstaunlich weit gereiset, da wir in botzς sind.
den erstς Tag sind wir
vor 8 uhr in St: Johanns angelangt. da aber
den Sontag darauf keine frühere Messe als das früha
mt um 6 uhr
war, so kamς wir erst um 7 uhr weg, folglich langtς wir erst gegς
10 uhr in Insprugg an. den Montag bliebς wir in Insprugg und
wir fuhrς nach Hall nachmittag spazierς um das königl: Stift zu
sehς, wo uns die frl: Schwester der Oberhofmeisterin grafin
Lodron
überal herumführte. der Wolfg
ς: spielte in der Kirche die Orgel.
den 27 sind wir bis Brixen geko
mς, und heute um 12 uhr Mittags
sind wir hier angelangt. wir sind hier gebliebς, weil wir in der späthestς
Nacht beÿ dem erstaunlichstς Regenwetter, so ebς um Mittag angefangς,
würdς nach Trient geko
mς seÿn, unterwegs aber kein beque
mes andςes
Nachtquartier wäre. Morgς um 5 uhr frühe werdς wir mit Gottes hilfe
nach Trient reisς. In dem traurigς Botzς habς wir den h
ς: F: Vincenz
Ranftl im Dominicaner Closter heimgesucht. Er empfehlt sich ganz
Salzb
ς: und befindet sich sehr wohl.
Vergessς muß man allezeit etwas. Ein Neues Calenderl habe gekauft
und mit geno
mς, das heurige habς wir aber beÿde liegς lassς,
ich muß also noch für Heuer ein Calendς kauffς, das ist zum Lachς.
Daß ich aber mein Petschierstöckl zu Hause gelassς, das ist
nicht zum Lachς und verdriesst mich erstaunlich.
Meine Gesundheit ist dermahl |: Gott Lob :| beÿ der liebς Unordnung
wie mir scheint, zi
mlich wiedς in seine Ordnung geko
mς.
DOM=
MUSICK=VEREIN
U.
MOZARTEUM
INTERNATIONALE
STIFTUNG:
„MOZARTEUM”
1881
[S. 2]


we
n mir Zur Gesundheit das Reisen nothwendig ist, so werde
mir Mühe gebς eine
Currierstelle zu erhaltς, odς wenigst
Conducteur eines Postwagens zu werdς. Der Wolfg
ς: befindet
sich auch wohl; er schreibt ebς für die lange Weile ein
quatro.
Er empfiehlt sich allς.
Ich habe vor meiner Reise in einige 20 St
ς: meiner Bücher die
Kupfer eingelegt, auch eine Menge Kupfer kreutzweise schon
zusa
mgericht, um sie nur in die Bücher hinein zu legς. sie liegς itzt
auf den Büchern, ihr werdet sie gleich findς. Ich wollte sie hinein=
richtς, hatte aber keine Zeit mehr. Sollte einige
Sinfoniς NB
absolute abgefordert werdς. so muß man, die, so ich hergericht,
vorhero abzehlς, und aufschreibς, was es ist, damit man weis was
hergegebς wordς. dies könnte h
ς. Estlinger geschwind thun.
An alle gute Freunde
u freundinς unsere Empf
ς: lebts
wohl wir kissς euch viel 1000 mahl
u bin dς alte
Mzt
mp
Nun sind wir schon zu botzen. schon? erst! mich hungert, mich
durst, mich schläffert, ich bin faul, ich bin aber gesund. zu Hall haben wir daß
stift gesehen, ich habe dort auf der orgel gespielt. wen du die Nader Na=
nerl siehest, so sage ihr, ich hab mit dem h
ς: brindl |: ihren
amanten :| geredt,
er hat mir ein
compliment auf sie aufgeben. Ich hoffe du wirst dein
wort gehalten haben, und
vlrgmnglnln ohntmg blÿ dlr D: N: glwloln
olfn. lebe wohl. schreibe mir was neües. botzen dieß Sauloch.
sein vergangenen Sontag beÿ der D. N. gewesen
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„MOZARTEUM”
1881
[S. 3]


Ein gedichte von einen der über botzen fuchs=teüfel
wild und harb war.
soll ich noch komen nach botzen
so schlag ich mich lieber in d'fozen.
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[S. 4]


À Madame
Madame Marie Anne
Mozart
à
Salzbourg
N: 1 Von bozen.
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