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Online-Katalog der Libretti zu Mozarts Opern
Bibliographische Datenbank

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Projektbeschreibung

Ziel des Online-Katalogs der Libretti zu Mozarts Opern ist, alle verfügbaren Textquellen zu den Vertonungen von Wolfgang Amadé Mozart bis zur Gegenwart zu verzeichnen und mit den modernen Mitteln einer digitalen Datenbank recherchierbar zu machen.

Das Projekt erscheint im Rahmen der Digitalen Mozart-Edition an der Stiftung Mozarteum Salzburg und wird in Zusammenarbeit mit dem Packard Humanities Institute Los Altos/California entwickelt.
 

Bestand

Dem aufgenommenen Quellenbestand der Datenbank liegt ein erweitertes Begriffsverständnis des „Mozart-Librettos“ zugrunde, das vier Kategorien umfasst:

  • Originallibretto: Text, der ausdrücklich für die Vertonung durch Mozart geschrieben oder gedruckt wurde.
     
  • Spätere Ausgabe: Spätere Abschrift, Druckausgabe oder Übersetzung eines von Mozart vertonten Textes.
     
  • Vorlage: Literarische Vorlage für den von Mozart vertonten Text, z. B. direkte Vorlagen, die von Mozart ohne wesentliche Änderungen übernommen wurden, oder literarische Inspirationsquellen des Librettos.
     
  • Gleiches Sujet: Text mit dem gleichen dramatischen Sujet ohne direkten Bezug zu Mozarts Vertonung, z. B. spätere Vertonungen des Librettos durch andere Komponisten wie Lucio Silla von Johann Christian Bach.

Im Online-Katalog sollen alle verfügbaren Quellen bis zur Gegenwart verzeichnet werden, die unter diese Kategorien fallen.

Inhalt

Neben dem diplomatisch übertragenen Titelblatt bietet die Datenbank für jede Quelle suchfähige bibliothekarische Standardangaben zu Erscheinungsort und -jahr, Verlag, Dokumenttyp, Umfang, Format, Standort/Signatur, Exemplarbeschreibung und -reproduktion sowie recherchierbare Angaben zu Sprache, Inhalt, Autoren, Interpreten, Bühnenpersonal, Träger und Rollen (vgl. Editionsrichtlinien und Suchfunktionen).

Orte, Personen, Körperschaften und Rollen sind mit einer eigenen Datenbank verknüpft, was eine Recherche sowohl nach den historischen Schreibweisen als auch nach Standard- und Referenzbezeichnungen ermöglicht.

Der Online-Katalog bietet zudem Links zu verfügbaren digitalen Reproduktionen des Exemplars sowie bibliographische Angaben zu Faksimiles, um dem Benutzer einen direkten Einblick in die Quelle zu gewähren.

Stand

Die Erfassung der Daten hat im März 2011 begonnen. Bislang sind Quellen bis 1850, soweit sie zur Verfügung standen, eingearbeitet worden. Der Datenbestand wird allerdings fortwährend erweitert, sodass zum jetzigen Zeitpunkt bereits einige relevante Editionen nach 1850, etwa Übersetzungen in weniger verbreiteten Sprachen wie Ungarisch, Tschechisch, Schwedisch, Dänisch usw. oder kritische Ausgaben aufgenommen werden konnten.

Insgesamt wurden knapp 3000 Exemplare weltweit von ca. 1000 Libretto-Quellen zu Mozarts Vertonungen bis 1850 mit bibliothekarischen Angaben zu Bestand, Standort und Signatur erfasst. Digitale Reproduktionen können bereits zu ca. 80 Libretti abgerufen werden. Daten zu fast 4000 Personen sind in die Datenbank eingespeist und mit mehr als 1000 historischen Rollenbezeichnungen verknüpft bzw. können als Autoren, Interpreten, Bühnenpersonal und Trägern ausgegeben werden. Außerdem stehen Daten zu mehr als 370 Verlegern und fast 300 Bibliotheken und Archiven zur Verfügung.

Der Online-Katalog der Libretti zu Mozarts Opern bleibt für zukünftige Erweiterungen offen, sei es durch die Entdeckung, Bewertung und Erfassung neuer Quellen vor oder nach 1850. Deshalb umfasst die nächste Projektphase die Ergänzung der bestehenden Daten sowie die systematische Recherche nach neuen Quellen vor 1850. Zugleich sollen sukzessive auch die Daten zu Quellen nach 1850 vervollständigt und online verfügbar gemacht werden.

DIGITAL MOZART EDITION
A Project of the Mozarteum Foundation Salzburg and The Packard Humanities Institute
Salzburg - Los Altos 2006 ff.