Die Texte werden in einer diplomatischen Transkription unter Berücksichtigung des originalen Zeilenfalls ediert. Die zeitübliche Orthographie, Fehler sowie Eigenheiten einzelner Schreiber werden konsequent beibehalten. Offensichtliche Schreibfehler werden durch eine gepunktete Linie, unsichere Lesarten durch eine gestrichelte Linie unter dem entsprechenden Wort angezeigt.
Eigenhändige Korrekturen bzw. Streichungen des Autors werden stillschweigend übergangen und die Fassung „letzter Hand” wiedergegeben. Eigenhändige Einfügungen werden durch graue Schrift gekennzeichnet.
In Zweifelsfällen bei Groß- und Kleinschreibung entscheidet der Herausgeber im Sinne des Schreibers.
Die Edition unterscheidet zwischen Kurrentschrift und lateinischen Buchstaben. Lateinische Buchstaben werden kursiv wiedergegeben. Georg Nikolaus Nissen benutzte eine Mischform. Er unterscheidet z. B. nicht zwischen einem deutschen und einem lateinischen ‚a’. Deshalb werden in seinen Texten nur eindeutige lateinische Wörter bzw. Buchstaben (erkennbar z. B. an den Buchstaben ‚h’ oder ‚e’) gekennzeichnet.
Anführungszeichen werden vereinheitlicht wiedergegeben („...”). Deren zeitübliche Wiederholung am Zeilenanfang wird vernachlässigt.
Steht ein Silbentrennungszeichen auf der neuen Zeile, wird es stillschweigend nach oben gezogen. Bei zwei vorhandenen Trennungszeichen wird jenes der neuen Zeile stillschweigend weggelassen. Fehlende Silbentrennungszeichen werden in eckigen Klammern ergänzt. Die in italienischen Dokumenten des 18. Jahrhunderts vorkommenden Doppelpunkte werden als Gleichheitszeichen interpretiert und wiedergegeben.
Die unterschiedlich ausgeführten Abbreviatur-Schleifen werden mit einem einheitlichen Zeichen ‚ς’ wiedergegeben (z. B. Hς = Herr). Steht die Schleife für den Buchstaben ‚l’, wird auch ein ‚l’ wiedergegeben (z. B. kaiserl. = kaiserlich). Das Manu-Propria-Kürzel wird standardisiert mit ‚mp’ dargestellt.
Schräge Klammern werden vereinheitlicht und durch |: :| oder | | dargestellt. Runde Klammern dagegen werden als solche wiedergegeben (...). Die nur in Zusätzen vorkommenden eckigen Klammern werden als runde wiedergegeben.
Bei Unterstreichungen wird nicht unterschieden, ob es sich um gerade Striche oder andere Arten von Hervorhebungen handelt. Mehrfachunterstreichungen werden wiedergegeben.
Einrückungen im Haupttext werden weitgehend standardisiert. Andere Arten von Einzügen, z. B. hängend, werden interpretiert und durch Einrückung dargestellt.
Datierungen, Schlussformeln und Unterschriften werden in Annäherung an die originale Position wiedergegeben.
Vom Textfluss abweichende Positionen von Textteilen (z. B. am linken oder rechten Rand, auf dem Kopf stehend etc.) werden auf der jeweiligen Seite am Ende in sinnvoller Reihenfolge und durch graue Schrift wiedergegeben. Mittels Zeichen eingefügte Textteile werden an der entsprechenden Textstelle in grau wiedergegeben.
Die Adressen und Empfängervermerke werden normiert linksbündig ohne Berücksichtigung von Leerzeilen wiedergegeben.
Besitzerstempel, Steuermarken u. ä. werden auf der jeweiligen Seite unten in chronologischer Reihenfolge wiedergegeben. Bei mehreren identischen Stempeln auf der gleichen Seite erfolgt nur eine Transkription. Briefmarken folgen unabhängig von ihrer tatsächlichen Position der Adresse und werden mit Angabe des Wertes nachgewiesen. Auf den Nachweis komplett unleserlicher Poststempel sowie handschriftlicher Postvermerke wird verzichtet.
Zusätze von fremder Hand werden durch eine kleinere graue Schrift dargestellt. Unterstreichungen von fremder Hand bleiben unberücksichtigt.
Ergänzungen werden auf ein Minimum reduziert und durch eckige Klammern gekennzeichnet.
Textverluste sowie Auslassungen durch den Herausgeber werden ebenfalls durch eckige Klammern markiert, in denen in einer runden Klammer der entsprechende Grund bzw. ausgelassene Inhalt angegeben wird: [... (Berechnungen|unleserlich)].
Die Druckfassung im PDF-Format bietet eine druckfähige Lesefassung. Sie enthält den Haupttext und die Adresse ohne jegliche Zusätze fremder Hand. Auf die farbliche Markierung von eigenhändigen Einfügungen wird verzichtet. Der originale Zeilenfall wird nur bei Absätzen berücksichtigt. Datierungen, Schlussformeln und Unterschriften werden standardisiert rechts- oder linksbündig wiedergegeben. Unsichere Lesarten sind mittels einer Schlängellinie unter dem Wort gekennzeichnet.