mozarteum.at

Mozart Briefe und Dokumente – Online-Edition

 

Projektbeschreibung

Die Stiftung Mozarteum Salzburg verwahrt etwa die Hälfte aller derzeit bekannten Briefe und Aufzeichnungen der Mozart-Familie und besitzt damit weltweit die größte derartige Sammlung. Die Mehrheit der rund 700 Dokumente sind eigenhändige Schriftstücke von Wolfgang Amadé Mozart und seinem Vater Leopold. Dazu kommen zahlreiche Briefe von Constanze Mozart (meist von der Hand ihres zweiten Ehemanns Georg Nikolaus Nissen) sowie der beiden Söhne Mozarts, Carl Thomas und Franz Xaver Wolfgang. Alle bekannten und zugänglichen Briefe von Leopold und Wolfgang Amadé Mozart wurden in der 1962 erschienenen Gesamtausgabe Briefe und Aufzeichnungen durch Wilhelm A. Bauer und Otto Erich Deutsch publiziert.

Die ISM besitzt neben den bereits durch die Gesamtausgabe bekannten Handschriften einen weiteren reichhaltigen und interessanten Dokumentenbestand, der weit bis ins 19. Jahrhundert reicht. Er enthält neben Korrespondenzen, Stammbuchblättern und Quittungen der Mozart-Familie auch Nachlassakten von mehreren Familienmitgliedern, darunter auch den Schwestern Constanzes, Sophie Haibel und Aloysia Lange, sowie von Maria Anna von Berchtold zu Sonnenburg, der Schwester Mozarts. Dazu gehören auch die sogenannten Nissen-Kollektaneen – die Materialsammlung von Georg Nikolaus Nissen für seine Mozart-Biographie, die 1829 postum erschien. Zahlreiche Schriftstücke zur Stiftungsgeschichte und Salzburger Mozart-Ehrungen (einschließlich zur Errichtung des Mozart-Denkmals 1842), ein Teil des Aloys-Fuchs-Nachlasses sowie Briefe und Dokumente mit Mozart-Bezug oder von Personen, die für die Mozartforschung bedeutend sind, komplettieren dieses rund 600 Dokumente umfassende Archiv der Stiftung.

Die Stiftung Mozarteum Salzburg hat deshalb in den vergangenen Jahren in Zusammenarbeit mit dem Packard Humanities Institute in Los Altos/California all diese historischen Briefe und Dokumente nach dem neuesten Stand der Technik digitalisieren lassen. Ziel des Projektes ist die Online-Publikation der Mozartfamilie-bezogenen Briefe und Dokumente bzw. Brief- und Dokumententeile aus der Zeit zwischen 1740 (Ansiedlung Leopold Mozarts in Salzburg) und 1880 (Gründung der Internationalen Stiftung Mozarteum) in Bild und Text. Sie werden damit einem größeren Kreis von Interessenten zugänglich gemacht.

Ausgehend von den eigenen Beständen möchte die Stiftung Mozarteum Salzburg die Online-Publikation Schritt für Schritt erweitern. Dazu sollen auch alle Schriftstücke gehören, die nur teilweise oder gar nicht in die gedruckte Gesamtausgabe aufgenommen worden sind. Langfristig ist die Neuedition der bei Bauer/Deutsch publizierten Mozart-Korrespondenz geplant. Dabei hofft die Stiftung, Besitzer von Mozart-Handschriften für dieses ehrgeizige Projekt zu interessieren und sie dazu zu bewegen, ihre „Schätze” in diesen Onlineauftritt zu integrieren.

Die Webseite der Digitalen Mozart-Edition (DME) versteht sich auch als Plattform für Forschungsergebnisse anderer Mozart-Projekte.